Vitamin-D-Mangel vorbeugen

herbststimmung Ab Oktober steht die Sonne in Mitteleuropa am Horizont so tief, dass die Haut kaum noch Vitamin D bilden kann. Dann werden die im Sommer gebildeten Vorräte im Körper allmählich aufgebraucht, sodass die meisten Menschen im Lauf des Winters einen deutlichen Mangel an Vitamin D bekommen. Das ist bekanntlich ungünstig für die Knochen, kann aber auch Auswirkungen auf das Immunsystem haben.

Es gibt Hinweise, dass das Vitamin-D-Problem besonders Menschen mit einer Autoimmunerkrankung wie der Hashimoto-Thyreoiditis betrifft. Hinzu kommt, dass manche diese Kranken gründlicher untersucht werden, sodass ein Mangel häufiger auffällt, und gut informierte Schilddrüsenpatienten sich besser darum kümmern als die restliche Bevölkerung. Der Vitamin-D-Speicherwert wird nämlich bei gesunden Menschen nicht routinemäßig geprüft, im Blutbild ist er nicht enthalten. Hashimoto, eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine Überfunktion könnte ein Anlass sein, den Wert beim Arzt messen zu lassen – zum Beispiel beim Endokrinologen, der ihn wegen der Vorerkrankung mit der Kasse abrechnen kann.

Meine Erfahrung mit Vitamin-D-Tabletten

Ich habe nach einigen Vitamin-D-Messungen am Ende des Winters mit den Jahren raus, wie viel Vitamin D ich im Winterhalbjahr einnehmen sollte, um nicht in einen Mangel zu geraten und mit guten Werten in den Frühling zu starten. Da ich im seltsamen Sommer 2012 nicht gerade viel Sonne getankt habe, habe ich schon Ende Juli begonnen, wieder Vitamin D in einer Tagesdosis von 2.000 IE einzunehmen. Außerdem wache ich dann mit besserer Laune auf. Im Oktober habe ich auf 3.000 IE gesteigert, weil das bei meinen Laborwerten leicht drin ist. Im verregneten Frühjahr 2013 habe ich diese Dosis beibehalten und sie im Hochsommer vorübergehend etwas reduziert.

Seit 2012 verwende ich die Tabletten Peak Vitamin D à 2.000 IE, die im maßvoll dosierten Bereich das günstigste Präparat sind, das ich gefunden habe. Sie können bei Amazon (siehe Link) oder direkt bei Peak.ag bestellt werden. Update 2017: Bis 23. April gibt es direkt bei Peak.ag 25 % Rabatt.

Es gäbe in diversen Vitamin-Shops noch viel höher dosierte Tabletten oder Kapseln, bei denen man mehr Wirkstoff für den gleichen Geldbetrag bekäme. Doch bei hoch dosierten Tabletten aus dem Ausland kann es passieren, dass sie nicht durch den Zoll kommen. Ich nehme sowieso lieber täglich eine gleichmäßige Vitamin-D-Dosis ein als gelegentlich eine hohe, weil ich das sinnvoller und verträglicher finde. Außerdem finde ich die schwarze Verpackung von Peak praktisch, weil Vitamin D lichtempfindlich ist.

Update 2017: Ich habe mittlerweile noch günstigere Vitamin-D-Tabletten mit einer Dosis von 2.000 IE entdeckt. Sie gibt es zum Beispiel hier über Amazon, außerdem bei Ebay in verschiedenen Packungsgrößen.

Vitamin-D-Präparate für die Minimalversorgung

Wer auf die Schnelle eine harmlose Dosis besorgen möchte, bekommt in jeder deutschen Apotheke Tabletten mit 1.000 IE, die aber teurer kommen (rund 7 bis 10 Euro für 100 Tabletten). Neuerdings gibt es auch in Drogeriemärkten Präparate mit einer Dosis von 1.000 oder 1.200 IE pro Tablette. Mit diesen Tabletten lässt sich einem starken Vitamin-D-Mangel vorbeugen, zum Auffüllen eines geleerten Speichers eignen sie sich weniger.

Nur den Mindestbedarf decken will auch dieses Produkt von Vitabay, das dafür gedacht ist, nur einmal pro Woche eingenommen zu werden – dann würde die Packung für eine Person zwei Jahre reichen. Wer eine höhere Dosis braucht, kann so eine Tablette mit 5.600 IE etwas öfter nehmen.

Vitamin D fachärztlich und wissenschaftlich

Darf man Vitamin D einfach so nehmen? Im Allgemeinen schon, mit 1.000 bis 2.000 IE pro Tag bleiben Erwachsene weit von einer Überdosierung entfernt. Einen guten medizinischen Fachartikel dazu finden Sie hier, ärztliche Empfehlungen für Kinder und Jugendliche hier. Sicherheitshalber können Sie beim Hausarzt ausschließen lassen, dass Ihr Kalziumwert erhöht ist, und erst dann starten. Ein normaler Kalziumwert sagt aber nichts über die Vitamin-D-Versorgung aus, auch wenn Vitamin D für die Kalzium-Aufnahme wichtig ist. (Der Hintergrund: Wenn Vitamin D niedrig ist und wenig Kalzium aufgenommen wird, holt sich der Körper das Kalzium zum Teil aus den Knochen. Und das wollen wir mit der Vitamin-D-Einnahme vermeiden.)

Vitamin-D-Mangel abklären lassen

Wer genau wissen möchte, ob ein Mangel besteht und wie stark dieser ausfällt, kommt an einer Messung des Vitamin-D-Speicherwertes (25-OH) nicht vorbei. Dafür wird sogar auf Amazon ein Bluttest angeboten. Doch für diesen Preis könnten Sie die Messung mit Blutentnahme auch schon als Selbstzahler bei Profis bekommen – beim Arzt oder direkt in einem medizinischen Labor.

Wenn dabei ein Mangel festgestellt wird, können Sie sich Vitamin D ärztlich verschreiben lassen und von der Krankenkasse bezahlt bekommen. Für diesen Zweck gibt es in der Apotheke hoch dosierte Kapseln von der Firma Dekristol. Sie enthalten 20.000 IE und werden nicht täglich genommen. Falls Sie nach einigen Monaten das Resultat einer regelmäßigen Einnahme überprüfen lassen möchten, sollten Sie die Tabletten eine Woche vorher absetzen.

Vitamin K und Vitamin D – ein gutes Team

Mittlerweile bekommt auch Vitamin K etwas Beachtung als zweites Knochenvitamin: Während Vitamin D für die Aufnahme von Kalzium zuständig ist, sorgt Vitamin K2 dafür, dass Kalzium tatsächlich in die Knochen eingelagert wird. Das ist besonders bei Osteoporose wichtig, kann aber auch eine Rolle bei der Vorbeugung von Krankheiten spielen. Möglicherweise schützt es auch vor Arterienverkalkung, wenn Kalzium gut in die Knochen eingelagert wird und sich weniger in den Gefäßen ablagert.

Eine preisgünstige Jahrespackung Vitamin K2 findet man zum Beispiel hier (ein anderes derzeit günstiges Produkt hier). Da das Präparat mit 200 µg K2 pro Kapsel eher großzügig dosiert ist, nehme ich derzeit nur jeden zweiten Tag eine – was besser ist, kann man beim heutigen Stand des Wissens kaum einschätzen. Vitamin K2 ist wie Vitamin D fettlöslich und wird deshalb zum Essen eingenommen. Allerdings hat Vitamin K nichts mit der Sonne zu tun und die Dosis braucht nicht an die Jahreszeit angepasst werden.

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Bearbeitungsstand: 20.04.2017. Amazon-Links sind Werbelinks.


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