Mit Robin F. in die Zukunft der Medizin

Robin Farmanfarmaian im Amerikahaus

Ein überraschender Vortrag im Amerikahaus: Zum Ausklang der DLD Conference in München sprach dort Robin Farmanfarmaian – amerikanische Startup-Unternehmerin, Beraterin, Speakerin und Autorin. Ihr Thema ist der Nutzen, den die Digitalisierung und neue Technologien für Patienten bringen. Und so begegnete ich im Rahmen einer Konferenz zu digitalen Entwicklungen auch meinen eigenen Anliegen in Sachen Gesundheit.

Wer ist Robin Farmanfarmaian?

Robin Farmanfarmaian hat die Autoimmunerkrankung Morbus Crohn, die erst nach 13 Jahren und diversen Irrwegen ärztlich diagnostiziert und wirksam behandelt wurde. Anstatt unnötiger Operationen hätte sie sich gewünscht, dass jemand zu ihr gesagt hätte: Vielleicht gibt es in der Zukunft bessere Lösungen.

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Schilddrüse und Vitamin-A-Mangel

In der Unterfunktion und in der Überfunktion kann unser Stoffwechsel das Provitamin Betacarotin aus pflanzlicher Nahrung nicht mehr ausreichend in Vitamin A umwandeln. Wird das Schilddrüsenproblem behandelt, sollte sich dieses Problem wieder geben und Lebensmittel wie Karotten oder Kürbis besser zur Vitamin-A-Versorgung beitragen. Trotzdem kann man sich nicht darauf verlassen, optimal versorgt zu sein, denn eine Hashimoto-Thyreoiditis oder andere Entzündungen können den Bedarf erhöhen. Deshalb habe ich das Grundlagenbuch um ein Kapitel zu Vitamin A und Betacarotin erweitert.

Ein möglicher Vitamin-A-Mangel ist besonders für Menschen ein Thema, deren Schilddrüsenproblem erst seit kurzem behandelt wird sowie für solche, die keine Leber oder Leberwurst essen. Da letzteres mittlerweile auch auf mich zutrifft, habe ich letztes Jahr rund fünf Monate lang den auf Gesunde bezogenen Tagesbedarf (rund 800 µg RE) in Form von frei verkäuflichen Vitamin-A-Kapseln eingenommen: Eine 100er Packung aus der Apotheke und danach ein anderes Präparat, das auch etwas Vitamin A enthielt.

Eigentlich wollte ich im Herbst prüfen lassen, was dabei herausgekommen war, doch im Labor klappte das nicht auf Anhieb. Aber im April ist es mir gelungen, den Vitamin-A-Wert zum Preis von ca. 21 Euro als Selbstzahlerin ermitteln zu lassen. Das Resultat ist durchaus interessant.

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Wird Hashimoto durch Leaky Gut verursacht?

Manche Betroffenen der Hashimoto-Thyreoiditis hängen neuerdings der These an, die Krankheit werde durch Darmprobleme verursacht. Der Favorit ist Leaky Gut, darunter versteht man einen durchlässigen Dünndarm. Dieses Problem soll Autoimmunerkrankungen auslösen und damit auch Hashimoto. Diese Sichtweise weckt bei manchen Fans die Hoffnung, Hashimoto durch die Ernährung direkt beeinflussen oder gar heilen zu können.

Sehen wir uns mal das Land näher an, in dem Hashimoto wahrscheinlich am häufigsten vorkommt: Japan. Die Krankheit wurde vor rund 100 Jahren von einem Herrn Hashimoto erstmals beschrieben und kam so zu ihrem Namen.

Die etablierte Erklärung für die Häufigkeit von Hashimoto und Basedow in Japan ist der hohe Jodgehalt der dortigen Nahrung. Wenn dagegen die Leaky-Gut-These stimmen sollte, hieße das, dass traditionell japanische Ernährung besonders schlecht für den Darm ist und Leaky Gut begünstigt. Und dass die japanische Kost auch Autoimmunerkrankungen fördert, und zwar nicht nur Hashimoto und Basedow.

Schauen wir uns an, was es in der traditionellen japanischen Küche gibt:

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