Ernährungsdocs: Kein Gluten bei Hashimoto?

Aktualisierter Artikel zum Thema Gluten-, Weizen- oder ATI-Sensitivität?

Bei den Ernährungsdocs im NDR war letztes Jahr die Ernährung bei Hashimoto-Thyreoiditis ein Thema, siehe obiges Video.

Die in der Sendung auftretende Patientin hat Hashimoto, sie möchte abnehmen und sich wieder fitter fühlen. Die Empfehlungen der Ernährungsdocs: Intervallfasten, Vitamin D, mehr Bewegung – und glutenfreie Ernährung.

Ein Versuch mit glutenfreier Ernährung ist aufwändig, aber er schadet nicht. In Minute 7:30 fällt allerdings die gewagte Aussage, dass in Amerika jeder Zweite der Hashimoto-Betroffenen eine Glutenunverträglichkeit hat. Das suggeriert, dass man bei Hashimoto am Besten generell auf Gluten verzichtet. Da ich das anders einschätze, habe ich beim NDR nachgefragt, welche Fakten hinter dieser Aussage der Ernährungsdocs tatsächlich stecken.

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Die Unterfunktion in der Apotheken-Umschau

Artikel zur Unterfunktion in der Apotheken-Umschau

Muss eine latente Unterfunktion der Schilddrüse behandelt werden? Dieser Frage widmet sich ein kurzer Artikel in der April-Ausgabe der Apotheken-Rundschau. Es geht also darum, ob ein erhöhter TSH-Wert ein guter Grund ist, Thyroxin zu verschreiben.

Der Artikel stützt sich auf eine Studie an Senioren, die zwar einen erhöhten TSH-Wert hatten, aber keine Beschwerden. Diese Gruppe profitierte nicht von einer Behandlung mit Schilddrüsenhormonen – soweit nachvollziehbar.

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Unterfunktion und TSH-Wert bei Spiegel.de

Schilddrüsenunterfunktion bei Spiegel Online

Bei Spiegel.de gibt es einen neuen Artikel zu Ursachen, Diagnose und Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion. Er liefert einen ersten Überblick über das Thema. Allerdings ist er im Detail wenig hilfreich, falls man von einer Hashimoto-Thyreoiditis betroffen sein sollte – und das ist (neben der Operation der Schilddrüse) immerhin die häufigste Ursache einer Unterfunktion. Der Spiegel-Artikel beruht auf der Leitlinie für Hausärzte zum erhöhten TSH-Wert und stellt deren Aussagen vereinfacht dar.

Wo ist das Problem? Der Spiegel-Online-Artikel geht kaum auf die Beschwerden der Betroffenen ein, behandelt wird demnach der Laborzettel mit dem erhöhten TSH-Wert und ggf. erniedrigtem fT4-Wert. Wer lediglich eine so genannte latente Unterfunktion und dennoch verdächtige Beschwerden hat und sich auf solche Darstellungen verlässt, findet sich womöglich in einer jahrelangen Warteschleife wieder.

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