Symptome

Hier finden Sie eine Liste der körperlichen, seelischen und geistigen Symptome der Unterfunktion, und anschließend einige Informationen zur Bedeutung der Beschwerden.

Körperliche Symptome der Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Müdigkeit und Erschöpfung
Gewichtszunahme (seltener Abnahme)
Puls und Herzschlag sind langsam
Herzrasen ist aber nicht ausgeschlossen

schlechte Leberwerte (auch ohne Alkohol)
schlechte Blutfettwerte (Cholesterin erhöht)
langsame Verdauung, Verstopfung
Frieren und Kälteempfindlichkeit
trotzdem nächtliches Schwitzen möglich

Wassereinlagerungen (Ödeme)
besonders gequollene Augenlider
Spannungskopfschmerz
Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich
Haarausfall, trockenes Haar, trockene Haut
brüchige, splitternde Fingernägel
langsames Wachstum der Haare und Nägel
raue bis heisere Stimme (v.a. morgens)

Ohrgeräusche (Tinnitus)
verschlechtertes Hörvermögen
Kribbeln und Missempfindungen
einschlafende Arme (v.a. nachts)
leichte Sehnenscheidenentzündung
Potenzprobleme bei Männern
Zyklusstörungen bei Frauen
Unfruchtbarkeit und Fehlgeburt

Geistige und psychische Symptome der Schilddrüsenunterfunktion

Konzentrationsprobleme
schlechtes Kurzzeitgedächtnis
schlechtes Namensgedächtnis
wenig Energie und Antrieb
depressive Verstimmungen
grüblerische Stimmungen
Ängste und Panikattacken
verminderte seelische Energie

Auch wenn diese Symptome verschiedene Ursachen haben können und auch Anzeichen für andere Probleme sein könnten: Wenn Sie einige dieser Beschwerden bei sich beobachten, ist es sinnvoll, an die Schilddrüse zu denken und sich gezielt untersuchen zu lassen, am besten gleich in einer Facharztpraxis für Endokrinologie. Immerhin ist die Schilddrüsenunterfunktion weit verbreitet, sodass diese Ursache einfach nahe liegt.

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Die Schilddrüsenunterfunktion – Hintergründe und Zusammenhänge

Schilddrüsenhormone sind für alle Zellen des Körpers wichtig – kein Körperteil und kein Organsystem kann ohne sie auskommen. Entsprechend vielfältig sind die Folgen, wenn die Schilddrüse die Hormone nicht mehr in ausreichender Menge produziert und der ganze Körper nicht mehr optimal versorgt wird. Erste Symptome der Unterfunktion sind bereits möglich, wenn der TSH-Wert noch im Normalbereich liegt und dem Arzt die Laborwerte noch unauffällig erscheinen. Deshalb reicht ein Bluttest beim Hausarzt nicht immer aus, um die richtige Diagnose zu bekommen.

Da eine Schilddrüsenunterfunktion meistens auf einer Hashimoto-Thyreoiditis beruht, können zu den Beschwerden der Unterfunktion noch einige Symptome der Autoimmunerkrankung hinzu kommen. Dass das Immunsystem gestört ist, bekommt ein Teil der Hashimoto-Kranken auch in Form von häufigen Erkältungen und hartnäckigen Infekten zu spüren. Außerdem fällt bei vielen Betroffenen ein deutlicher Vitamin-D-Mangel auf, der Erkältungen ebenso begünstigt und mit Vitamin D behandelt werden sollte.

Besonders bei Frauen sind außerdem deutliche Auswirkungen der Schilddrüse auf die Sexualhormone möglich – sie hängen eng mit der Schilddrüse zusammen. Einige Symptome der Schilddrüsenunterfunktion und der Hashimoto-Thyreoiditis sind bei Frauen im entsprechenden Alter außerdem nicht leicht von den Beschwerden der Wechseljahre zu unterscheiden. Bei Frauen wie bei Männern kann es außerdem passieren, dass eine Tendenz zur Schilddrüsenunterfunktion nicht erkannt und irrtümlich für ein Burnout oder eine Depression gehalten wird.

Eine Unterfunktion kann auch entstehen, wenn Schilddrüsengewebe per Operation oder Radiojodtherapie entfernt wurde und die fehlenden Hormone nicht oder nicht ausreichend durch Tabletten ersetzt werden.

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