Der TSH-Wert (auch TSH basal genannt) ist der am häufigsten untersuchte Schilddrüsenwert, er kann in jeder Arztpraxis gemessen werden, die Blut abnimmt. Doch bedenken Sie: In einem Blutbild ist der TSH-Wert nicht automatisch enthalten, sondern muss beim Labor extra in Auftrag gegeben werden.
Was bedeutet der TSH-Wert?
Der TSH-Wert / TSH basal zeigt grob an, wie es um die Hormonproduktion ungefähr bestellt ist:
In beiden Fällen sollte geklärt werden, was dahinter steckt. Oft wird eine Unterfunktion entdeckt, weil der TSH-Wert erhöht ist. Meistens ist dann eine Hashimoto-Thyreoiditis der Grund.
Bei einer Überfunktion kommen mehrerlei Ursachen in Frage: Sie sollten beim Spezialisten klären lassen, ob Sie heiße Knoten, Morbus Basedow oder ein Frühstadium der Hashimoto-Thyreoiditis haben – davon hängt nämlich ab, welche Behandlung nötig ist. Außerdem kann der TSH-Wert durch manche Medikamente oder eine Schwangerschaft gesenkt werden, ohne dass eine Schilddrüsenkrankheit vorliegen muss.
Der Normalbereich des TSH-Werts liegt nach dem aktuellen Stand der Forschung bei 0,3 bis 2,5, was sich aber noch nicht allgemein durchgesetzt hat: Es sind auch noch weiter gefasste Normalbereiche in Umlauf (z. B. 0,3 bis 4,2). Ob Ihnen überhaupt eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert wird oder nicht, kann also davon abhängen, in welches Labor der Arzt Ihr Blut einschickt!
Was besagt ein normaler TSH-Wert?
Ein unauffälliger TSH-Wert im Normalbereich (auch Referenzbereich genannt) zeigt an, dass die freien Schilddrüsenhormone im Blut wahrscheinlich ebenfalls im Normalbereich liegen. Dann tendiert die Schilddrüse zumindest nicht auffällig zur Unterfunktion. Das muss aber nicht heißen, dass alles in Ordnung ist: Eine Hashimoto-Thyreoiditis kann auch vorliegen, wenn der TSH-Wert noch ganz normal und unauffällig ist. Manche der Hashimoto-Betroffenen haben bereits erste Symptome der Schilddrüsenunterfunktion, wenn die Schilddrüsenwerte noch im Normalbereich liegen und dem Arzt unbedenklich erscheinen.
Deshalb sind oft weitere Untersuchungen sinnvoll, um eine Hashimoto-Thyreoiditis nicht zu übersehen: Bei verdächtigen Beschwerden sollten neben dem TSH-Wert auch die freien Hormone und die Schilddrüsen-Antikörper gemessen werden. Außerdem kann eine Ultraschall-Untersuchung durch einen erfahrenen Spezialisten darüber Aufschluss geben, in welchem Zustand das Schilddrüsengewebe ist. Eine Szintigrafie ist für die Hashimoto-Diagnostik nicht nötig, kann aber sinnvoll sein, wenn Knoten vorhanden sind.
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