Abnehmen bei Unterfunktion und Hashimoto

Vor kurzem habe ich meinen Ratgeber „Schilddrüsen-Unterfunktion, Hashimoto und Hormone“ aktualisiert. Neu sind seit Ende Oktober die Kapitel „Leben mit Hashimoto“ und „Gewichtszunahme und Insulinresistenz“. Viele an Hashimoto-Thyreoiditis erkrankte Menschen haben durch die Tendenz zur Unterfunktion allmählich zugenommen. Diese zusätzlichen Kilos möchten die meisten nach der Diagnose verständlicherweise wieder loswerden.

Ein wichtiger Punkt dabei ist, die passende Hormondosis zu finden (in diesem Punkt ist der Ratgeber ohnehin sehr ausführlich) und sich vernünftig zu ernähren, um wieder zum früheren Wohlfühl-Gewicht zurück zu finden. Manche schwören dabei auf eine kohlehydratreduzierte Ernährung (Low Carb oder Logi-Methode), besonders bei Insulinresistenz. Weiterlesen

Vitamin-D-Mangel vorbeugen

herbststimmung Ab Oktober steht die Sonne in Mitteleuropa am Horizont so tief, dass die Haut kaum noch Vitamin D bilden kann. Dann werden die im Sommer gebildeten Vorräte im Körper allmählich aufgebraucht, sodass die meisten Menschen im Lauf des Winters einen deutlichen Mangel an Vitamin D bekommen. Das ist bekanntlich ungünstig für die Knochen, kann aber auch Auswirkungen auf das Immunsystem haben.

Es gibt Hinweise, dass das Vitamin-D-Problem besonders Menschen mit einer Autoimmunerkrankung wie der Hashimoto-Thyreoiditis betrifft. Hinzu kommt, dass manche diese Kranken gründlicher untersucht werden, sodass ein Mangel häufiger auffällt, und gut informierte Schilddrüsenpatienten sich besser darum kümmern als die restliche Bevölkerung. Der Vitamin-D-Speicherwert wird nämlich bei gesunden Menschen nicht routinemäßig geprüft, im Blutbild ist er nicht enthalten. Hashimoto, eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine Überfunktion könnte ein Anlass sein, den Wert beim Arzt messen zu lassen – zum Beispiel beim Endokrinologen, der ihn wegen der Vorerkrankung mit der Kasse abrechnen kann. Weiterlesen

6 Wochen in der psychosomatischen Klinik

Psycho-Klinik (Titelbild)Etliche Patientinnen und Patienten laufen jahrelang mit unerkannter Hashimoto-Thyreoiditis herum und konsultieren den Hausarzt immer wieder wegen einer ganzen Sammlung rätselhafter Symptome. Wenn der Arzt sich darauf keinen Reim machen kann, behauptet mancher, die Beschwerden seien psychosomatisch bedingt. Diese völlig unverbindliche ärztliche Deutung hat den Vorteil, dass der entnervte Arzt nicht mehr zuständig ist und den Problemfall an andere Fachleute weiterreichen kann. Manche Patientinnen nennen das sarkastisch „auf die Psycho-Schiene abgeschoben werden“.

Viele Schilddrüsenkranke absolvieren eine Psychotherapie, die für manche immerhin interessant, für andere eher vertane Zeit oder ein frustrierender Irrweg ist. Zumindest ändert sie nichts Wesentliches an den körperlichen oder psychischen Symptomen der Unterfunktion, die ja ursprünglich der Anlass für die Therapie waren. Wenn die Ratlosigkeit der Behandler besonders groß ist, wird den Kranken schon mal ein längerer Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik nahe gelegt.

Mit Migräne in die psychosomatische Klinik

Kirsten Wendt war dort. Sie ist Migräne-Patientin und wollte unbedingt in eine passende Schmerzklinik, doch die Sozialversicherung hatte andere Pläne mit ihr – man könnte auch sagen, die Versicherung schob sie aufs Psycho-Gleis ab: Weiterlesen