Viele Menschen mit einer Hashimoto-Thyreoiditis suchen nach der passenden Ernährung. Dahinter stehen vor allem zwei Gründe:

  • Viele Betroffene haben während einer länger bestehenden Unterfunktion deutlich an Gewicht zugenommen und möchten die zusätzlichen Pfunde wieder los werden.
  • Manche suchen nach einer Diät oder Ernährungsweise, um sich mit Hashimoto-Thyreoiditis besser zu fühlen oder gar die Krankheit vollständig zu überwinden.

Der erste Grund ist völlig nachvollziehbar – dazu enthält dieser Teil des Ratgebers mehrere Kapitel.

Beim zweiten Grund, dem Wunsch nach einer Hashimoto-Heildiät, wird es komplizierter: Manche sind verunsichert, weil sie im Internet lange Listen gefunden haben, was man bei Hashimoto angeblich alles nicht mehr essen darf. Andere suchen selbst nach einer Ernährung, die ihrer Gesundheit gut tut. Auch dazu gibt es einige Kapitel.

Teil 8 – Hashimoto und Ernährung

8.1. Vorsicht, Crash-Diäten und Abnehm-Irrtümer!
8.2. Abnehmen und Gewicht halten mit Intervallfasten
8.3. Abnehmen bei Hashimoto mit Low-Carb-Diät?
8.4. Was bringt die Paläo-Diät bei Hashimoto?
8.5. Autoimmun-Protokoll (AIP) und Eliminationsdiäten
8.6. Antientzündliche Diäten bei Hashimoto?
8.7. Glutenfreie Ernährung wegen Hashimoto?
8.8. Soja und andere Goitrogene – verboten oder erlaubt?

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Allerdings fühlen sich manche Hashimoto-Betroffene vor allem deshalb nicht wohl, weil ihre Krankheit nicht richtig behandelt wird und ihre Medikamentendosis nur ungenau angepasst wurde. Eine Ernährungsumstellung bringt in diesem Fall nichts: Hier ist es sinnvoll, sich zusätzlich in Teil 3 über die Behandlung mit L-Thyroxin zu informieren und das Problem auf dem direkten Weg anzugehen. Für einen kleinen Teil der Betroffenen könnte auch das Schilddrüsenhormon T3 (Link zu Kapitel 4.3) wichtig sein.

Manche erwarten stattdessen von Ernährungsumstellungen, eine Hashimoto-Thyreoiditis vollständig zu beseitigen, weil davon seit einigen Jahren oft die Rede ist – Stichwort „Autoimmun-Protokoll“ oder auch Gluten-Verbote. Wer derart hohe Erwartungen hat, sollte aber wissen: In den USA versteht man unter „Healing“ bei chronischen Erkrankungen nicht unbedingt eine vollständige Heilung, sondern sich einfach besser zu fühlen als vorher! Offenbar hat manche wörtliche Übersetzung des Begriffs „Healing“ in Büchern aus den USA überzogene Erwartungen im deutschen Sprachraum geweckt, was die angeblichen Chancen auf eine Hashimoto-Heilung betrifft. Spontanheilungen sind zwar nie völlig ausgeschlossen, aber dafür gibt es weder Schritt-für-Schritt-Anleitungen noch Diätpläne.

Dennoch kann es sinnvoll sein, manche Empfehlungen rund um Hashimoto und Ernährung zu prüfen, in welcher Hinsicht sie etwas bringen könnten. Auch darüber informieren mehrere der folgenden Ernährungs-Kapitel.

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